A Conversation about Freeing the Captured Media in Hungary: The First Steps

Autor/innen

  • József Makai Kodolányi János Universität, Ungarn
  • Jelena Kleut Unabhängige Wissenschaftlerin, Serbien

DOI:

https://doi.org/10.60678/qybk6g80

Schlagwörter:

Ungarn, Media Capture, Pressefreiheit

Abstract

Am 12. April 2026 verloren Viktor Orbán und seine Partei Fidesz die Parlamentswahlen gegen die von Péter Magyar geführte Tisza-Partei. Während ihrer 16-jährigen Regierungszeit in Ungarn schuf die Fidesz ein Medienökosystem, das in der Forschung zum Thema „Media Capture“ häufig als Paradebeispiel für den festen Griff angeführt wird, den etablierte wirtschaftliche und politische Interessen über die Medien ausüben können. Da diese Sonderausgabe zum Thema „Medienvereinnahmung im Westbalkan und darüber hinaus“ zum Zeitpunkt der Wahlen bereits weit fortgeschritten war, bietet dieses Interview mit József Makai, einem Journalisten und Dozenten, einen ersten Einblick in die Veränderungen, die die neu gewählte Magyar-Regierung eingeleitet hat. Das Interview, das Mitte Juli 2026 schriftlich geführt wurde, befasst sich mit den ersten 50 Tagen der Maßnahmen, die auf den Abbau der "Media Capture"-Strukturen abzielen.

Autor/innen-Biografien

  • József Makai, Kodolányi János Universität, Ungarn

    József Makai ist Autor der Zeitung „Átlátszó“ (atlatszo.hu) und Dozent an der Kodolányi-János-Universität. Er wurde in Subotica in der Vojvodina geboren und begann seine journalistische Laufbahn bei der Wochenzeitung „7 Nap“. Seit der Belagerung und dem Fall von Vukovar im Jahr 1991 lebt er in Budapest. Er war Chefredakteur der Wochenzeitungen „Magyar Narancs“ und „168 Óra“ sowie der Online-Redaktion des staatlichen Rundfunks; stellvertretender Chefredakteur beim „Pesti Hírlap“; Kolumnist beim „Magyar Hírlap“; und Ressortleiter bei origo.hu. Er berichtete aus Ruanda, Zaire, Somaliland, Israel, dem Gazastreifen und dem Westjordanland, dem Irak und Afghanistan. Seit Beginn der russischen Vollinvasion in der Ukraine im Jahr 2022 ist er vorwiegend in der Ukraine tätig. Er ist Autor einer Textsammlung auf Ungarisch mit dem Titel „Der Tag, an dem wir den Cayman-Inseln den Krieg erklärten“ über Ungarn und den Balkan. Für seine Berichterstattung aus der Ukraine erhielt er den Paul-Lendvai-Preis.

  • Jelena Kleut, Unabhängige Wissenschaftlerin, Serbien

    Dr. Jelena Kleut ist unabhängige Wissenschaftlerin und Aktivistin. Sie war 20 Jahre lang am Institut für Medienwissenschaften der Philosophischen Fakultät der Universität Novi Sad (Serbien) tätig, bevor sie als politische Vergeltungsmaßnahme für ihre offene und aktive Unterstützung der regimekritischen Studentenbewegung 2026 entlassen wurde. Sie ist Mitglied des Vorstands der European Communication Research and Education Association (ECREA) und Vorsitzende der ECREA-Sektion für Publikums- und Rezeptionstheorie. Sie ist Autorin von zwei wissenschaftlichen Büchern in serbischer Sprache, und ihre wissenschaftlichen Arbeiten wurden unter anderem in den Zeitschriften „New Media and Society“, „Discourse and Society“, „International Journal of Communication“ und „Journalism Practice“ veröffentlicht. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Publikumsforschung und Journalismus im Kontext der neuen Medien, mit besonderem Fokus auf den Westbalkan.

Veröffentlicht

14.07.2026

Ausgabe

Rubrik

Special Section: Media Capture in the Western Balkans and Beyond

Zitationsvorschlag

Makai, J., & Kleut, J. (2026). A Conversation about Freeing the Captured Media in Hungary: The First Steps. Global Media Journal - German Edition, 16(1). https://doi.org/10.60678/qybk6g80