Challenging the hegemony of the nation state in an age of conflict and crisis

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.60678/ppjbgd68

Schlagwörter:

Journalismus, Nationalstaat, Kommunikations- und Medienwissenschaft, Methodologischer Nationalismus, Kosmopolitismus

Abstract

Die Einführung zum Themenschwerpunkt „Essays on Nationalism, Conflict and Media“ beschreibt die gegenwärtige globale Situation, in der tradierte Annahmen über die Welt zunehmend an Glaubwürdigkeit verlieren. Die Idee des Nationalstaates als Grundbaustein einer gewaltärmeren und nachhaltigeren globalen Ordnung steht unter Druck. Gleichzeitig gewinnt ein antiglobalistischer und fremdenfeindlicher Nationalismus weiter an ideologischer Wirkmacht – und dies ausgerechnet in einer Zeit, in der die Notwendigkeit grenzüberschreitender Zusammenarbeit deutlicher ist denn je.

Die Beiträge dieses Themenschwerpunkts beleuchten unterschiedliche Dimensionen von Nationalismus und Konflikt im medialen Kontext. In normativer Hinsicht orientieren sie sich am universalen humanistischen beziehungsweise kosmopolitischen Ideal der Weltbürgerschaft. Dieser einleitende Beitrag vertritt die These, dass nicht nur die Medien selbst, sondern auch die Medien- und Kommunikationswissenschaft die Hegemonie des Nationalstaats kritisch hinterfragen und sich dem methodologischen Nationalismus widersetzen sollten, der einen Großteil der Forschung auf diesem Gebiet prägt.

Autor/innen-Biografie

  • Cherian George, Hong Kong Baptist University

    Cherian George ist Professor für Medien und Politik an der Hong Kong Baptist University. Er forscht insbesondere zu Medienfreiheit, Zensur, Hassrede und gesellschaftlicher Polarisierung. Zu seinen jüngsten Publikationen zählt unter anderem Fighting Polarisation: Shared Communicative Spaces in Divided Democracies (Polity, 2025).

Veröffentlicht

14.07.2026

Ausgabe

Rubrik

Special Section: Essays on Nationalism, Conflict and Media

Zitationsvorschlag

George, C. (2026). Challenging the hegemony of the nation state in an age of conflict and crisis. Global Media Journal - German Edition, 16(1). https://doi.org/10.60678/ppjbgd68