Journalism Without Horizons: Media Power and the Erosion of Cosmopolitan Reporting in South Asia

Autor/innen

  • Shyam Tekwani DKI Asia Pacific Center for Security Studies, USA

DOI:

https://doi.org/10.60678/twtsk324

Schlagwörter:

Kosmopolitischer Journalismus, Nationalismus und Nachrichtenmedien, Cross-border Berichterstattung, Südasien, Medien und Konflikt

Abstract

Der Beitrag untersucht die strukturellen Barrieren für einen kosmopolitischen Journalismus in Südasien und argumentiert, dass sich der Journalismus der Region mit drei sich überlagernden geografischen Ordnungen auseinandersetzen muss: den kolonialen Kartografien, den Souveränitäten der Zeit nach der Teilung Südasiens sowie den zivilisatorischen Kontinuitäten. Anstatt diese komplexen Realitäten zu vermitteln, ist der Journalismus zu einem Ort geworden, an dem Grenzen durch politische, kommerzielle und plattformbezogene Logiken diskursiv verfestigt werden. Innerhalb des indischen Subkontinents nimmt der indische Journalismus dabei eine doppelte Rolle ein: Einerseits ist er selbst strukturellen Zwängen unterworfen, andererseits verfügt er aufgrund seiner Größe und seiner Dominanz auf digitalen Plattformen über einen überproportionalen Einfluss. Indem der Essay Ultranationalismus nicht als episodische Verzerrung, sondern als strukturelles Merkmal journalistischer Praxis versteht, zeigt er auf, wie Medienorganisationen ihre redaktionellen Agenden aus Gründen institutionellen Überlebens an staatliche Narrative anpassen. Der Beitrag verlagert den Fokus von den sichtbaren „Schlagzeilenkriegen“ auf die weniger offensichtliche Erosion der humanistischen Funktion des Journalismus. Damit macht er deutlich, was dabei verloren geht: Journalismus als Instrument der Übersetzung, der Zurückhaltung und der moralischen Vorstellungskraft über umkämpfte Grenzen hinweg.

Autor/innen-Biografie

  • Shyam Tekwani, DKI Asia Pacific Center for Security Studies, USA

    Shyam Tekwani ist als Wissenschaftler am Daniel K. Inouye Asia-Pacific Center for Security Studies in Honolulu tätig. Als ehemaliger Fotojournalist berichtete er umfassend aus Südasien, darunter auch über den Bürgerkrieg in Sri Lanka. Seine derzeitige Arbeit konzentriert sich auf Südasien, Konflikte, Nationalismus sowie strategische Narrative im Indopazifik.

Veröffentlicht

14.07.2026

Ausgabe

Rubrik

Special Section: Essays on Nationalism, Conflict and Media

Zitationsvorschlag

Tekwani, S. (2026). Journalism Without Horizons: Media Power and the Erosion of Cosmopolitan Reporting in South Asia. Global Media Journal - German Edition, 16(1). https://doi.org/10.60678/twtsk324