Mediated Solidarities: Hyper-nationalist Indian Media and Transnational Alignment between Hindu Nationalism and the UK Far-Right
DOI:
https://doi.org/10.60678/skxbd479Schlagwörter:
Hindutva, White Supremacy, Indische Medien, Diaspora, Ethnischer Nationalismus, Ethnopolitische Entrepreneure, Extremismus, UnruhenAbstract
Gegenläufige Kommunikationsströme (Contra-Flows), die durch Diasporagemeinschaften vermittelt werden, gelten häufig als antihegemoniale Gegenbewegungen zu dominanten globalen Medienströmen. Ebenso werden diasporische Medienöffentlichkeiten seit Langem als integraler Bestandteil westlicher Demokratien verstanden. Die asymmetrische, multidirektionale und deregulierte Struktur internetbasierter Kommunikation erfordert jedoch eine kritischere Auseinandersetzung mit diasporischen Medienlandschaften. Soziale Medien haben diasporische Kommunikationsnetzwerke zu transnationalen politischen Akteuren werden lassen, die politische Entscheidungsprozesse und die öffentliche Meinungsbildung in den Aufnahmeländern maßgeblich beeinflussen können. Dabei können sie polarisierende Ideologien aus den Herkunftsländern übertragen und Diasporagemeinschaften durch affektive Mobilisierung politisch aktivieren.
Vor dem Hintergrund der Forschung zu transnationalen Kommunikationsnetzwerken, affektiver Polarisisierung und ethnischem Nationalismus untersucht dieser Beitrag die Rolle indischer Medien bei der Förderung einer transnationalen Annäherung zwischen weiß-nationalistischen und hindu-nationalistischen Projekten, die auf antimuslimischen Ressentiments beruht. Es wird argumentiert, dass diese Allianz darauf abzielt, die hinduistische Diaspora zu mobilisieren und ihre Wahrnehmung rechtsextremer Bewegungen sowie ihre Beziehungen zu diesen auf beiden Seiten des Atlantiks zu prägen.
Auf Grundlage einer reflexiven thematischen Analyse von Interviews des britischen Rechtsextremisten Tommy Robinson mit indischen Medien analysiert der Beitrag Inszenierungen von Viktimisierung und Empörung, die darauf abzielen, die hinduistische Diaspora politisch zu mobilisieren und Unterstützung für Robinsons rechtsextremes Projekt innerhalb der indischen Diaspora im Vereinigten Königreich zu gewinnen. Darüber hinaus wird untersucht, wie hypernationalistische indische Medien durch die wechselseitige Herstellung von Legitimität mit rechtsextremen Akteuren interkommunale Beziehungen im Vereinigten Königreich beeinflussen und zu deren weiterer Polarisierung beitragen können.
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