Media Capture and Resilience Strategies in Central and South-Eastern Europe

Autor/innen

  • Jelena Kleut Unabhängige Wissenschaftlerin, Serbien
  • Dr. Lejla Turčilo University of Sarajevo image/svg+xml

DOI:

https://doi.org/10.60678/x4w10a65

Schlagwörter:

Media Capture, Klientelismus, Instrumentalisierung, Resilienz, Mittel- und Südosteuropa, Westbalkan

Abstract

Diese redaktionelle Einleitung zum Sonderteil „Media Capture im Westbalkan und darüber hinaus: Instrumente, Akteure und Auswirkungen“ setzt sich konzeptionell mit dem Begriff „Media Capture“ auseinander. Der Begriff dient als flexibles und übergreifendes Konzept zur Beschreibung der gegenwärtigen Position der Medien im Spannungsfeld von Politik und Wirtschaft. Die Beiträge dieser Gastausgabe betrachten das Phänomen der Medienvereinnahmung aus vergleichender Perspektive und untersuchen die Mechanismen der Vereinnahmung in Mittel- und Osteuropa.

Wir argumentieren, dass „Media Capture“ – im Unterschied zu verwandten Konzepten wie Klientelismus oder Instrumentalisierung – auf extremere und weiter verbreitete Formen der Einflussnahme verweist. Diese werden systematisch eingesetzt und entwickeln sich dadurch zu prägenden strukturellen Merkmalen der Medienlandschaft.

Autor/innen-Biografien

  • Jelena Kleut, Unabhängige Wissenschaftlerin, Serbien

    Dr. Jelena Kleut ist unabhängige Wissenschaftlerin und Aktivistin. Sie war 20 Jahre lang am Institut für Medienwissenschaften der Philosophischen Fakultät der Universität Novi Sad (Serbien) tätig, bevor sie als politische Vergeltungsmaßnahme für ihre offene und aktive Unterstützung der regimekritischen Studentenbewegung 2026 entlassen wurde. Sie ist Mitglied des Vorstands der European Communication Research and Education Association (ECREA) und Vorsitzende der ECREA-Sektion für Publikums- und Rezeptionstheorie. Sie ist Autorin von zwei wissenschaftlichen Büchern in serbischer Sprache, und ihre wissenschaftlichen Arbeiten wurden unter anderem in den Zeitschriften „New Media and Society“, „Discourse and Society“, „International Journal of Communication“ und „Journalism Practice“ veröffentlicht. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Publikumsforschung und Journalismus im Kontext der neuen Medien, mit besonderem Fokus auf den Westbalkan.

  • Dr. Lejla Turčilo, University of Sarajevo

    Dr. Lejla Turčilo ist Professorin am Institut für Kommunikationswissenschaft/Journalismus der Fakultät für Politikwissenschaften der Universität Sarajevo. Sie hat vier wissenschaftliche Monografien als alleinige Autorin, acht Bücher in Mitautorenschaft, fünf Lehrbücher und zehn Forschungsarbeiten veröffentlicht. Darüber hinaus hat sie weltweit mehr als fünfzig wissenschaftliche und fachliche Artikel veröffentlicht. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Medienfreiheit, Medienkompetenz und Medienethik. Sie ist Vorsitzende der Beschwerdekommission des Rates für Presse und Online-Medien von Bosnien und Herzegowina.

Veröffentlicht

14.07.2026

Ausgabe

Rubrik

Special Section: Media Capture in the Western Balkans and Beyond

Zitationsvorschlag

Kleut, J., & Turčilo, L. (2026). Media Capture and Resilience Strategies in Central and South-Eastern Europe. Global Media Journal - German Edition, 16(1). https://doi.org/10.60678/x4w10a65