Interregional Migration and Hybrid Media: From Postnational Imaginaries to National Contestation in Latin America and the Caribbean
DOI:
https://doi.org/10.60678/wevr9q46Schlagwörter:
Nationalismus, Zugehörigkeit, Postnationale Vorstellungswelten, Interregionale Migration, Hybrides Mediensystem, Latein Amerika und die KaribikAbstract
Die Forschung zu Migration und Medien in Lateinamerika und der Karibik hat lange hervorgehoben, dass transnationale Vernetzung postnationale Vorstellungswelten hervorbringt, welche den Nationalstaat als zentralen Bezugspunkt von Identität und Zugehörigkeit infrage stellen. Dieser Artikel argumentiert, dass diese Konzepte einer grundlegenden Neubewertung bedürfen. Gegenwärtige Migrationsbewegungen in Lateinamerika und der Karibik verbinden Südamerika, Mittelamerika, die Karibik und Nordamerika zunehmend durch multidirektionale Korridore der Durchreise, Ansiedlung und Vertreibung. Diese Dynamiken werden durch hybride Medienlandschaften vermittelt, die fremdenfeindliche Diskurse, emotional aufgeladenen Nationalismus und die Versicherheitlichung von Grenzen verstärken. Auf der Grundlage aktueller empirischer Forschung untersucht der Artikel, wie Staaten, kommerzielle Akteure, migrantische Communities und zivilgesellschaftliche Organisationen innerhalb dieser Kommunikationslandschaften um Deutungshoheit konkurrieren. Er zeigt, dass solidarische Gegenerzählungen und praktische Unterstützungsnetzwerke zwar fortbestehen, digitale Konnektivität jedoch zunehmend mit tief verankerten Mechanismen der Ausgrenzung koexistiert. Postnationale Vorstellungswelten bleiben somit als umkämpfte Möglichkeiten innerhalb kommunikativer Umfelder bestehen, die weiterhin von nationalstaatlichen Grenzen und Auseinandersetzungen um Zugehörigkeit geprägt sind.
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