How to Communicate Cosmopolitanism? Reclaiming Global Change and Diversity in Times of Right-Wing Backlashes

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.60678/sjzcdb22

Schlagwörter:

Kosmopolitismus, globaler Wandel, Lebensweltkommunikation, Diskurs und Dialog

Abstract

Vor dem Hintergrund politischer Backlashes stellt der Beitrag die Frage, warum progressive globale Visionen kosmopolitischer Realitäten keine diskursive Wirkmacht entfalten konnten und offenbar sogar an kultureller Attraktivität verloren haben. Die Diskussion konzeptualisiert Kosmopolitismus aus einer kommunikationswissenschaftlichen Perspektive und untersucht die Fragilität kosmopolitischer Kommunikation sowohl in alltäglichen Lebenserfahrungen als auch in den vermittelnden Diskursen der Massenmedien. Die Argumentation reflektiert mehrere kommunikative Herausforderungen, die mit der Anschlussfähigkeit vorhandener kosmopolitischer symbolischer Ressourcen in Alltagsrealitäten verbunden sind, und stützt sich dabei vorwiegend auf theoretische Überlegungen. Ergänzend fließen erste empirische Einblicke aus einer qualitativen Interviewstudie ein, die darauf abzielt, Kommunikationsmuster gelebter kosmopolitischer Erfahrungen zu verstehen. Diese Erkenntnisse dienen dazu, die Diskussion über die Herausforderungen der Übersetzung solcher Erfahrungen für eine breitere Öffentlichkeit zu informieren. Der Beitrag schließt mit Überlegungen zur Verantwortung der Massenmedien, die dazu beizutragen können, dass kosmopolitische Realitäten als selbstverständlicher Teil heutiger Lebensrealität wahrgenommen werden.

Autor/innen-Biografie

  • Anne Grüne, Universität Erfurt

    Anne Grüne ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Erfurt. Ihre Forschungs- und Lehrschwerpunkte sind globale Medien und Kommunikation im Alltag, Populärkultur sowie qualitative und international-vergleichende Methodik. Zudem koordiniert sie den Masterstudiengang „Globale Kommunikation: Politik und Gesellschaft“. Zu ihren Veröffentlichungen zählen „Foundations of Global Communication“ (zusammen mit Kai Hafez) und „Formatierte Weltkultur? Zur Theorie und Praxis globalen Unterhaltungsfernsehens (engl.: „Formatted World Culture? On the Theory and Practice of Global Entertainment Television“).

Veröffentlicht

14.07.2026

Ausgabe

Rubrik

Special Section: Essays on Nationalism, Conflict and Media

Zitationsvorschlag

Grüne, A. (2026). How to Communicate Cosmopolitanism? Reclaiming Global Change and Diversity in Times of Right-Wing Backlashes. Global Media Journal - German Edition, 16(1). https://doi.org/10.60678/sjzcdb22