Rethinking Journalism in Territorial Name Disputes Through Multidirectional Memory and a Rights-Centred Approach
DOI:
https://doi.org/10.60678/z0swjy33Schlagwörter:
Cosmopolitanism, Media Practices, Nationalism, pluralism, Territorial Name DisputesAbstract
Toponyme (Ortsnamen) können Menschen mobilisieren, indem sie mitreißende nationalistische Narrative prägen. Sie können damit aber auch zu einer Quelle kontroverser politischer Strategien werden, die demokratische Werte untergraben können. Basierend auf der Untersuchung zum Namensstreit um Mazedonien (MND) in den vergangenen sechs Jahren argumentiert der Beitrag, dass der Journalismus seine Berichterstattung über solche Konflikte überdenken muss, da Medien oft innenpolitische nationalistische Narrative verstärken und Spannungen zwischen Nationalstaaten eskalieren lassen. Dies hat messbare Auswirkungen auf bilaterale Beziehungen und die regionale Diplomatie. Der Beitrag konzentriert sich auf die öffentliche Kommunikation, da sich durch deren Praktiken eine dogmatische Sichtweise durchgesetzt hat, die wiederum die Online-Kommunikation prägt, einschließlich der Inhalte in sozialen Medien, insbesondere im Fall des MND. Entscheidend ist, dass die Medien in symbolischen Namensstreitigkeiten um Territorien nicht ausschließlich ein bereits bestehendes nationales Interesse widerspiegeln; stattdessen sind sie aktive Akteure, da die politische Realität des Streits durch Kommunikation und kulturelle Praktiken konstruiert und verstärkt wird. In einer globalisierten Welt verstärken unkritische und nur der eigenen Nation ergebene loyale Medien Ungleichheit und schränken die Bürgerrechte ein. Sie verhärten außerdem zwischenstaatliche Positionen, erschweren die Diplomatie und untergraben multilaterale Konfliktlösungsmechanismen. Dieser Beitrag plädiert für einen normativen Ansatz in der Medienberichterstattung, der sich auf Fakten, Pluralismus und inklusivere Perspektiven bei der Berichterstattung über territoriale Namensstreitigkeiten konzentriert. Dieser normative Ansatz stützt sich auf Rothbergs Konzept des multidirektionalen Gedächtnisses, um eine Geschichtsschreibung zu fördern, die sich überschneidende Erinnerungen und vergleichende Aussagen berücksichtigt, anstatt Geschichte als einen Wettbewerb der sich gegenseitig ausschließenden Narrative zu betrachten.
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