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Tag Archives: Flüchtlinge

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Journalism in a Global Context – Perspektiven für Afrika und Herausforderungen für Europa

Susanne Fengler, Anna Carina Zappe, Markus Behmer & Veye TatahPDF-Fulltext

Abstract: In der gegenwärtigen Flüchtlingskrise zeigt sich auf eklatante Weise das Informationsdefizit, das die gegenseitige mediale Wahrnehmung der europäischen und afrikanischen Länder bestimmt. Während in Deutschland und Europa Fluchtursachen und -motive zumeist junger afrikanischer Migranten falsch eingeschätzt und innerkontinentale Migrationsprozesse in Afrika nur marginal in europäischen Medien thematisiert werden, nehmen auch viele Menschen in afrikanischen Ländern nur Ausschnitte aus der Realität des Lebens in Deutschland bzw. Europa wahr. Hieran hat auch die mangelnde Medienberichterstattung in afrikanischen Ländern über Hintergründe und Folgen der Flüchtlingsbewegungen erheblichen Anteil. Der Werkstattbericht bietet auf Grundlage von zwei deutsch-afrikanischen Konferenzen, Literatursichtung und eigenen Studien eine Einschätzung der Berichterstattung auf beiden Kontinenten.

Compassion Fatigue der Medien? Warum der deutsche „Flüchtlingssommer“ so rasch wieder verging

Kai Hafez | PDF-Fulltext

Abstract: Große deutsche Massenmedien haben im Frühjahr 2015 einen hilfsbereiteren Umgang der deutschen Regierung mit Flüchtlingen begünstigt, sie waren und sind aber auch mitverantwortlich für die negative Wende im öffentlichen Diskurs seit dem Herbst desselben Jahres. Die parallel verlaufenden Umbrüche des öffentlichen Meinungsklimas legen die Annahme einer starken aktiven Rolle und Wirkung von Medien nahe. Umso bedeutsamer erscheint die Suche nach Ursachen nicht nur für die advokative Rolle der Medien, sondern auch für deren plötzliche „Mitleidsmüdigkeit“. Populistische Neigungen, unklare Blattlinien und ein fehlender Konsens eines „Humanitätsjournalismus“ gehören zu den treibenden Kräften einer oft unrealistischen Krisenwahrnehmung, die nicht zuletzt den Rechtspopulismus begünstigt. Deutlich wird allerdings auch das Zerfallen eines Konsenses im politischen Machtzentrum des deutschen Regierungslagers, vor dessen Hintergrund sich die starke Medienwirkung erst entfalten konnte. Ein humanitärer Grundkonsens fehlt also auch hier.

Information to go: Kommunikation im Prozess der Migration am Beispiel syrischer und irakischer Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Deutschland

Anke Fiedler PDF-Fulltext

Abstract: Vor dem Hintergrund der Flüchtlingsdebatte in Deutschland 2015 wird in diesem Beitrag danach gefragt, welche (Massen-)Kommunikationskanäle Flüchtlinge vor, während und nach der Flucht nutzen, um sich über migrationsrelevante Themen zu informieren und sich darüber mit anderen Migrationswilligen auszutauschen. Dabei wird nicht nur die Frage nach der subjektiven Bewertung der genutzten Quellen gestellt, sondern auch untersucht, ob die Flüchtlinge eine informierte Entscheidung in den verschiedenen Phasen der Migration treffen. Auf Basis des Uses-and-Gratifications-Ansatzes und der Handlungstheorie (symbolischer Interaktionismus) wurden zwischen November 2015 und Februar 2016 vier Fokusgruppen und 36 Tiefeninterviews mit syrischen und irakischen Flüchtlingen durchgeführt. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass sich die befragten Flüchtlinge vor und während der Flucht gut informiert fühlten, da persönliche Kontakte und soziale Medien die Informationsbedürfnisse weitgehend befriedigen konnten. Informationsdefizite zeigten sich vor allem nach der Ankunft in Deutschland.

Flucht 2.0: Zur Forschung mit/über Flüchtlinge und ihre Mediennutzung

Carola Richter, Marlene Kunst & Martin Emmer PDF-Fulltext

Abstract: Dieser Beitrag berichtet von der praktischen Vorbereitung und Durchführung einer quantitativen Studie, die im Mai 2016 in Berlin durchgeführt wurde und zum Ziel hatte, eine repräsentative Stichprobe von Flüchtlingen zur Rolle von Medien – insbesondere Smartphones – auf ihrem Fluchtweg zu befragen. Die Ziehung einer Stichprobe und Durchführung von mehr als 400 Interviews in vier Sprachen stellten sich als eine komplexe Herausforderung dar, die aber mit den entsprechenden Verfahren der Befragungsforschung und der Berücksichtigung interkultureller Kompetenzen zu bewältigen war. Der Forschungsansatz wird dabei eingeordnet in den bisherigen Literaturbestand und abgeglichen mit ähnlichen Studien, die gegenwärtig in Deutschland durchgeführt werden.

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