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“Invasion der Migranten” – Framing von Flucht und Migration in der ungarischen Regierungskommunikation vor dem Referendum 2016

Ferenc Gaál |PDF-Fulltext

Abstract: Angesichts der nationalkonservativen Flüchtlings- und Migrationspolitik der ungarischen Regierung, die von immer schärferer Rhetorik begleitet wird,untersucht dieser Artikel, inwiefern die Regierungskommunikation bereits bekannte Interpretationsmuster zu Flucht und Migration reproduziert. Die Muster werden aus bestehenden Forschungen zu Medien- und Policy-Diskursen abgeleitet und unter Rückgriff auf die Framing-Theorie nach Entman in vier zentrale Frames zu Flucht und Migration ‚übersetzt’: Securitization-Frame, Deservingness-Frame, Politik-Frame sowie Humanitarian-Frame. Einem qualitativen Ansatz folgend werden Pressemitteilungen der ungarischen Regierung auf diese Frames hin untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass besonders die ersten drei, auf negative Aspekte von Flucht und Migration fokussierenden Frames stark vertreten sind, während der Frame mit Schwerpunkt auf humanitäre Hilfe kaum zum Tragen kommt.

Teaching Journalism in Ukraine: Between Formal and Non-Formal Education

Olena Demchenko | PDF-Fulltext

Abstract: Formal journalism education in Ukraine has been criticized for quite a long time forstill being affected by the old Soviet theory-based teaching model, rather than adhering to internationally accepted best practices. The system of teaching students at journalism departments has not changed significantly since Ukrainian independence in 1991 and many Ukrainian journalists have entered the profession with largely inadequate training. For instance, the practice of on-the-job training has been implemented only by some journalism departments, or is partly implemented by some lecturers. On the other hand, graduates of journalism programs in Ukraine say that more practical trainings help their professional growth. This article, then, aims to explicate the advantages and disadvantages that exist inUkrainian journalism education, and it seeks to reveal whether Ukrainian journalists prefer formal or non-formal education for their profession. The findings are based on an analysis of 10 focus groups conducted with a total of 92 Ukrainian journalists (both with and without journalism degrees) and nine in-depth interviews with Ukrainian lecturers and Ukrainian media representatives.



Rezension: Krieg und Chaos in Nahost. Eine arabische Sicht.

Suliman, Aktham (2018): Krieg und Chaos in Nahost. Eine arabische Sicht. Frankfurt: Nomen. 232 Seiten. ISBN978-3-939816-40-9.

Sabine Schiffer, Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft, Frankfurt am Main

Aktham Suliman, dem ehemaligen Journalisten des katarischen Fernsehsenders Al-Jazeera, der als Begründer des Korrespondentenbüros in Berlin Geschichte schrieb, ist mit seinem Buch „Krieg und Chaos in Nahost“ eine wichtige Chronik gelungen. Diese verdient es in einer Fachzeitschrift für Kommunikationswissenschaft besprochenzu werden, weil der Autor sowohl als Journalist, als auch nun als Chronist einen wichtigen Teil des Diskurses zwischen Nahost und „dem Westen“ und seiner medialen Repräsentanz darstellt. Er reiht sich damit in eine Tradition kritischer Journalisten ein, wozu auch Joris Luyendijk mit seiner lesenswerten Medienkritik „Wie im echten Leben. Von Bildern und Lügen in Zeiten des Krieges“ gehört und die unbedingt in die kritische Journalismusforschung einbezogen werden müssen – wozu auch die Analyse der Veränderungen durch neue Kommunikationskanäle gehören, auf die der Autor ebenfalls eingeht.

Bei dem autobiografisch geprägten Werk Sulimans handelt es sich weniger um eine Abrechnung von „Mr. Al-Jazeera“ mit seinem ehemaligen Arbeitgeber, was man aufgrund der Richtungsänderung im Sender seit 2011 hätte erwarten können,vielmehr analysiert und ordnet der ehemalige Korrespondent seine sehr genauen Beobachtungen ein zwischen Politik, der Wirtschafts- und Medienentwicklung und den Folgen einer selektiven Wahrnehmung der Betroffenen hüben wie drüben.

Nicht nur aufgrund seiner genauen Sprachbeobachtungen im medialen Diskurs, ist das Buch wertvoll, sondern auch wegen der Ausleuchtung sehr relevanter Details, die im Mediendiskurs ansonsten schnell untergehen. Zwar basieren die Schilderungen auf den Erfahrungen des Autors, weshalb er außer im Fließtext keine weiteren Quellen nennt, dennoch hält die Überprüfung von Daten und Fakten dem ersten Eindruck stand, dass es sich um eine rein subjektive Anekdotensammlung handeln könnte. Subjektiv ja, aber mit einordnendem und theoretischem Verstand – und anekdotisch nur am Rande, denn ohne so manche Hintergrundschilderung lassen sich die Verwerfungen in Nahost nicht verstehen.

Suliman konzentriert sich im Wesentlichen auf zwei Aspekte seiner Rekapitulation der jüngsten Geschichte: Er will „den Arabern“ ein Gesicht geben und er will zu einer kritischen Reflexion über die Möglichkeiten und Grenzen des Journalismusim Nahen Osten und Mittleren Osten und darüber hinaus einladen – beides gelingt ihm, wobei er dabei auch den Blick ins gegenwärtige Deutschland ermöglicht, etwa wenn er seine differenzierten Sprachbeobachtungen mittels der Wörter des Jahres des Instituts für Deutsche Sprache erörtert oder arabische Soaps mit einem Titel wie „Schlechte Zeiten, noch schlechtere Zeiten“ augenzwinkernd kategorisiert.

Seine Schilderungen geben tiefen Einblick in Ereignisse, die man in der breiten Öffentlichkeit und weniger mit der MENA-Region Vertrauten nur oberflächlich kennen dürfte – etwa den kuriosen Anruf des damals noch unbekannten Hamid Karzai aus einer Höhle in Tora Bora just zu dem Zeitpunkt der Petersberger Konferenz, der über die Zukunft Afghanistans entschied.

Sulimans persönliche Sicht wird durch seinen Humor geprägt, denn ohne diesen ist weder seine Haltung zu verstehen, noch die Situation zu ertragen. Zumal er anhand des Schicksals dreier Bekannter, die während ihrer journalistischen Tätigkeit ums Leben kommen, den vielen anonymen Leben und Tragiken der Region um den Irak etwas mehr Plastizität und menschliche Nähe gibt, die allzu oft hinter Zahlen und Routinen verschwindet.

Der Autor betont, dass es sich um „EINE arabische Sicht“ handelt und lädt dazu ein, sich einzulassen auf eine Wahrnehmung von verschiedensten Menschen, die sich seit 1991 (der sogenannten „Befreiung Kuwaits“) im Kriegszustand sehen. Einleitend schreibt Suliman: „Nichtsdestoweniger sei daran erinnert, dass just aus jener arabischen Sicht – allen Nachrichtenbildern zum Trotz – im Nahen Osten nicht nur gestorben und geweint, sondern auch gelebt und gelacht wird.“ (S. 13)

Anhand eines Witzes macht der ehemalige Irak-Korrespondent auf das Dilemma der Grenzziehung zwischen legitimem völkerrechtlichen Widerstand und Terrorismus aufmerksam mit einem Verweis auf die kritisch zu betrachtende Rolle der Medien:

„Stell Dir vor, drei bei dem Schusswechsel getötete Gestalten erreichen Gott im Himmel am Tag des Angriffs. […] Der eine ist ein amerikanischer Soldat. Er kommt wahrscheinlich in die Hölle, weil er ein fremdes Land besetzte. Der andere ist ein Freiheitskämpfer [für sein Land]. Dieser kommt vermutlich ins Paradies, weil er sein Land befreien wollte. Doch was soll Gott von dem verdammten Toten mit derKamera in der Hand halten? Wohin mit diesem?“ (S. 139)

Bei medienethischen Fragen zieht der erfahrene Journalist keine Grenze zwischen westlichen und arabischen Medien, er nimmt alle in die Pflicht und verweist auf fatale Mechanismen – etwa die dramaturgisch durchgeplante Besetzung von Talkshows, die im Westen dem Bild des Westens von der Sachlage folgt, nicht der Sachlage vor Ort. Darüber hinaus macht er die Auswirkungen deutlich, die die Einführung von Youtube und die Entwicklung von Smartphones auf den Journalismus (und die Kriegsbericht­erstattung) hatten, und betont, dass es die klassischen Medien seien, die die Social-Media-Beiträge ausgewählter Aktivisten erst adeln und der Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit zuführen. Die teilweise Inszenierung der „Arabellion“ sei anders kaum zu verstehen. Man mag sich hier aktuell ruhig aufgefordert fühlen, über den medialen Umgang mit den Tweets Donald Trumps nachzudenken.

„Das Bild als Nachricht“ markiere in Zeiten sogenannter sozialer Medien einen Schub in Richtung Emotionalisierung. Die etablierten Medien könnten nun aus einem großen Fundus an Bildmaterial aussuchen, egal wie untypisch ein Bild für eine eigentlich erklärungsbedürfte Situation oder Entwicklung ist. Damit werde der postfaktische Medien-Diskurs untermauert, so dass man nicht mehr so sehr glaubt, was man sieht, sondern sieht, was man glaubt – man könnte auch sagen, glauben will (S. 200). Über den Schaden, den die jüngsten Entwicklungen bzw. Interventionen im Nahen Osten angerichtet haben – der auch ein Imageschaden für die Idee von „Demokratie“ ist, die zu oft zu Zwecken von Interventions-PR missbraucht wurde – philosophiert der Autor am Ende des Buches und ordnet den eskalierenden Dauerkriegszustand ein in mögliche Strategien zwischen Fukuyamas „Ende der Geschichte“ und Huntingtons „Kampf der Kulturen“. Nicht von ungefähr ist man erinnert an politische Analysen à la Michael Lüders, die selbstkritischen Reflexionen eines Deserteurs namens Joshua Key und – wie bereits erwähnt – die Journalismusanalyse mit dem Schwerpunkt Naher Osten eines Joris Luyendijk. Aber nicht zuletzt die dem Autor von „Krieg und Chaos in Nahost“ eigenen humorvollen Zuspitzungen laden hier zum reflektierenden Perspektivwechsel ein. Man kann nur wünschen, dass er gelingt und beispielgebend für die kritische Analyse ist.


Rezension: Hate Speech in den Massenmedien. Theoretische Grundlagen und empirische Umsetzung.

Sponholz, Liriam (2018): Hate Speech in den Massenmedien. Theoretische Grundlagen und empirische Umsetzung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. 454 Seiten. ISBN 978-3-658-15076-1.

Christine Horz, Ruhr-Universität Bochum

Was gilt als Hate Speech – und was noch als robuste Meinungsäußerung? Darüber streiten nicht nur Politik und Öffentlichkeit; auch (Kommunikations-)wissenschaftler ringen um definitorische Abgrenzungen. Betrachten sie es als medial verbreitete Hassbotschaften, die keiner weiteren Theoretisierung bedürfen? Oder, wie LiriamSponholz in ihrer Habilitationsschrift ausführlich darlegt, ist Hate Speech „nicht zuerst eine Frage ‚böser Worte‘, sondern einer Streitfrage, ein prominenter Stoff für Kommunikationskonflikte“ (21)? Und sie definiert Hate Speech weiter als „öffentliche[] Kommunikation bewusster und/oder intentionaler Äußerungen oder Botschaften mit diskriminierenden Inhalten“ (21/22). Dies überrascht zunächst. Zum einen, weil Hate Speech bis lang in der Kommunikationswissenschaft mit Beleidigung und Entzivilisierung öffentlicher Debatten um Migration und Flucht, überwiegend im Internet, assoziiert wird wie u.a. Kai Hafez in einem Beitrag für Communicatio Socialis (4/2017) darlegt. Und zum anderen, weil Sponholz issues lediglich mit Streitfragen übersetzt. In der Medien- und Kommunikationswissenschaft wird issues gemeinhin mit Themen oder Streitfragen übersetzt (wobei erste Übersetzung üblicher ist). Erst später geht Sponholz darauf ein, warum sie lediglich eine der beiden Möglichkeiten gewählt hat, obwohl diese Wahl den Verlauf der Arbeit entscheidend prägt.

Im Theorieteil nimmt die umfassende definitorische Abgrenzung von Hate Speech rund sechzig Seiten ein. Dabei macht Sponholz eine interessante Beobachtung: in der zitierten Literatur würde Hass als Emotion und damit individuelles Phänomen betrachtet und nicht als soziale Figuration, wie sie selbst vorschlägt. Insofern bedürfe es laut dieser Studien lediglich eines rationalen Umgangs, um das Problem zu lösen. Der unscharfe Begriff Hate Speech führe folglich in die Irre und würde zahlreiche Aspekte, wie den Kampf um Ressourcen, verschleiern. Auch der Wortteil speech bzw. Rede in der Nominalkomposition Hate Speech sei zu beschränkt, so die Autorin weiter, und nennt das Beispiel brennender Kerzen, die als Hassaktion vor den Häusern afro-amerikanischer Familien aufgestelltwürden.

Anders als Kai Hafez in o.g. Beitrag grenzt Sponholz Hate Speech von Political Incivility ab. Bei letzterer würden sich zwei Menschengruppen gegeneinander stellen, beiHate Speech würde jedoch behauptet, zwei Menschengruppen seien unvereinbar, was Sponholz zu einem zentralen Begriff in ihrer Arbeit führt: der Antinomie.

In Kapitel drei geht die Autorin nun genauer darauf ein, was sie unter Hate Speech als Streitfrage versteht, nämlich einen „Kampf um Werte, um Macht“ (99). Themen seien dagegen lediglich die Bestandteile einer Streitfrage. Mit diesem Vorlauf kann sie nun die Mechanismen der Entstehung einer Streitfrage sowie einer „HateSpeech– Streitfrage“ (108) offenlegen. Die Problematisierung einer Gruppein der Öffentlichkeit bedeutet demnach, dass diese Gruppe erst als Problemmarkiert wird, was sich in Hate Speechniederschlagen kann. Nach Sponholz werden Gruppen insbesondere zum Gegenstanddes Hasses, wenn in Medien Antinomien von Gruppen gebildet werden.

Ein weiterer zentraler Begriff in ihrer Arbeit ist jener der „sozialen Repräsentationen“ nach Moscovici, die letztlich dem „rassistischen Wissen“ bei Terkessidis (1995) ähneln. Demnach enthalten Repräsentationen fixe und flexible Anteile, die Rassismus immer wieder aktualisieren und damit als nachhaltig verfestigtes Phänomen erscheinen lassen. Sponholz macht jedoch deutlich, dass es auf unterschiedlichen Gesellschaftsebenen verteilt ist. Erst wenn „Hate-Speech-Antinomien“ von andere Gruppen übernommen werden, münden sie in Hate Speech.

Ein Schlüsselkapitel stellt 3.3.5 dar, weil Sponholz hier auf die Frage eingeht, warum eine Antinomie soziale Repräsentationen und nicht etwa Stereotype produziere. Stereotype enthalten demnach fixe Konzepte, seien unterkomplex. Soziale Repräsentationen hingegen seien „Handlungs- und Wertesysteme und enthalten damit ein höheres Komplexitätsniveau“ (124). Unklar bleibt hier, warum Sponholz das anschließend angesprochene Framing-Konzept nicht zentraler in ihrer Arbeit verankert, obwohl es in der empirischen Analyse als Erklärungsmodell für mediale Repräsentationen verwendet wird, die sich aufgrund der Wesensmerkmale der institutionalisierten Medien von den sozialen Repräsentationen unterscheiden.

Kapitel vier erstreckt sich über mehr als hundert Seiten und versucht der Frage auf den Grund zugehen, wie Medien mit Hate Speech umgehen. Relativ banal ist die Erkenntnis über die Agenda-Setting-Prozesse der Hater: Entscheidend sei das „Medienkapital“, also das Vermögen, ihre konflikthaften Streitfragen in die öffentliche Debatte tragen zu können. Gelingt ihnen das, erhält Hate Speech Legitimität durch die rationale Thematisierung in den Medien: „Indem sie diskutiert werden, werden sie auch diskutabel“ (196).

Erst im Empirieteil in Kapitel fünf wird deutlich, welche Protagonisten von Hate Speech Sponholz im Auge hat, in dem sie bekannte antimuslimische Publikationen von Thilo Sarrazin und Oriana Fallaci als Fallstudien benennt. Nach dem langen theoretischen Vorlauf ist zwar schlüssig, warum Sponholz nicht die mit Hate Speech assoziierten Foren wie digitale soziale Netzwerke untersucht. Dennoch mutet es abermals eigenwillig an, beispielsweise Thilo Sarrazins islamfeindliches Buch „Deutschland schafft sich ab“ (2010) als Teil einer öffentlichen Streitfrage und nicht etwa als „anti-tabuistischen Gestus“ zu bezeichnen, der nur das rassistische Potenzial in der Bevölkerung zum Vorschein bringt, das ohnehin vorhanden ist. Sarrazin gilt als Medienerfindung und auch Sponholz ist der Ansicht, dass Medien zur Normalisierung dieser Diskurse beitragen, indem sie dessen islamfeindlichen Äußerungen eine Bühne bieten. Neben dem Gegenstand der Kontroverse untersucht Sponholz anhand eines quantitativen Designs u.a. Kategorien wie die Zeit- und Sachdimension, die soziale Dimension – verstanden als Netzwerk der PolemikerInnen, das Medienkapital der AkteurInnen sowie die Folgen von Hate Speech.

Im Ergebnis wird der Medienkonflikt um die Bücher von Sarrazin und Fallaci als „Kontroverse um Hate Speech“ (419) bewertet. Sie bettet bspw. Sarrazins Thesen in den schon länger islamfeindlichen Diskurs der Medien ein, die das „Problematisierungsangebot des Polemikers“ (420) dankend angenommen und dadurch rationalisiert hätten. An dieser Diagnose Sponholz‘ wird deutlich, dass ihre Hate Speech-Definition womöglichzu weit gefasst ist, denn zahlreiche Agenda-Setting-Studien zur Islamdarstellung in den Medien sowie jene mit Agenda-Building Fokus sogenannter Islamexperten kommen zu ähnlichen Ergebnissen. Sponholz hat diesen kritischen Einwand offenbar antizipiert, denn im Resümee grenzt sie Hate Speech von Hateful Speech ab, die sprachlich direkter vorgehen würde. Teilweise wirkt die Argumentation etwas zu ausufernd, worunter die Präzision leidet. Das Lektorat hätte etwas sorgfältiger arbeiten können, denn die Arbeit enthält eine Reihe von Orthografie- und Grammatikfehlern. Insgesamt kann der Mehrwert der Studie darin gesehen werden, dass Hate Speech „als ein Gefüge von Handlungen“ betrachtet wird, das „durch Kommunikation nicht nur Sichtbarkeit, sondern auch Sinn, Gestalt, Relevanz und Legitimität für die symbolische und/oder materielle Ausgrenzung von Menschen aufgrund einer Kategorie verleih[t]“ (443).

Rezension: “Blogging in Beirut”- an ethnography of a digital media practice

Jurkiewicz, Sarah (2018): Blogging in Beirut. An Ethnography of a Digital Media Practice. Bielefeld: transcript. 374 Seiten. ISBN 978-3-8376-4142-4.

Sarah El-Richani, American University in Cairo, Egypt

The fact that Sarah Jurkiewicz’s book “Blogging in Beirut” is based on her PhD thesis, which was completed in 2012, reveals much about the book. First, the book is an academically sound and well-researched contribution to the field of socio-cultural anthropology of the Middle East. Second, although the book was published in 2018, the “snapshots” date back to the time frame between 2009 and 2011 when blogging was still pertinent. However, despite the dramatic decline of blogging, it is difficult to disagree with the author’s protestations culminating in the emphatic statement: “a study on blogging still matters!” (p.327).

Indeed, the study does matter. However, it is also necessary to acknowledge that this once-salient tool has all but lost its lustre. The author concedes this in several instances in the book but also contradicts herself when she argues that it is “by no means a shrinking phenomenon”and as proof refers to the Third Arab Bloggers Meeting held in Tunisia in 2011 (p.21). It is not clear why the author does not refer to the more recent 2014 summit, which appears to have been the last and is a further indication of the waning power of what she has termed “the temporary and fluid sphere of blogging” (p.26).

This issue notwithstanding, the ethnographi cstudy of the group of Beiruti bloggers is a pertinent contribution and offers arare and thoughtful insight into the practice of blogging without the usual and rightfully-criticised dose of “technological determinism”. As briefly introduced above, the book focuses, neither on content, which remains key, nor the medium as Marshall McLuhan would prescribe, but on the offline practices of blogging production in pluralistic Lebanon. Jurkiewicz is correct in stating that the Arab blogger had been romanticised and orientalised but inadequately studied. So, the book aims to rectify this by probing blogging as a social field as well as assessing the production practices by way of case studies. It should be noted here that the author concedes that blogging is not quite the autonomous field but is linked to amongst others, the cultural, media and artistic fields or “domains of practice” (p. 321).

To execute her study, the author focuses on seven bloggers, who published in English or Arabic and whose blogs cover a variety of issues ranging from the political and social to the cultural. Drawing on ethnographic and practice theory, Jurkiewicz conducted two interviews with almost all of the bloggers in the sample as well as informal talks at events or whilst “hanging out” – as she casually put it.

As is common with lengthy academic monographs, some chapters flow better than others. The case studies, for instance, offer interesting snapshots of this dying breed’s habits, how “thoughts burst into writing”, as one of the bloggers featured termed it (p. 155) and how these bloggers perceived their audiences – both real and imagined (p. 210). The sub-chapter on the “positioning of the researcher” and the manner in which the bloggers expressed exasperation with her perceived slow pace of writing was delightful.

What is also particularly of interest is the link drawn between blogging and activism, particularly as one of the bloggers, who no longer updates his blog but is very active on social media, would go on to spearhead the “You Stink” protest movement in 2015 in light of the garbage and governance crises afflicting the beleaguered nation. It should be noted that all of the other bloggers sampled are currently also active on a number of social media sites including the micro-blogging platform Twitter. While the change in the “professional, personal and political trajectories” (XIV) of those sampled may certainly have been a factor in leaving blogging behind, it is not clear why the author belittles the impact of the rise of social media platforms, which may be regarded as more efficient. While contributing to the “wider discussion of the role of social media in the Middle East and beyond” (p.3) seems to be too grand an aim, this ethnographic approach certainly fills the gap left by studies focusing only on content and platform. Jurkiewicz’s book, which delves into the dynamics and context of media practices, shows how indeed addressing the online-offline continuum could be beneficial.

Rezension: Globale Medien- und Kommunikationspolitik. Konzeption und Analyse eines Politikbereichs im Wandel

Berghofer, Simon (2017): Globale Medien- und Kommunikationspolitik. Konzeption und Analyse eines Politikbereichs im Wandel (Reihe Medienstrukturen Bd. 12). Baden-Baden: Nomos. 429 Seiten. ISBN 978-3-8487-3982-0

Roger Blum, Köln

Nach gängiger Lesart sind die Nationalstaaten für die Kommunikations- und Medienpolitik zuständig. Es gibt aber globale Kommunikation, und so muss es auch globale Kommunikationspolitik geben. In seiner Berliner Dissertation, die er an der Freien Universität verfasst hat, geht Simon Berghofer daran, die globale Medien- und Kommunikationspolitik theoretisch und analytisch zu durchdringen und ihren Wandel zu beschreiben. Er stützt sich normativ auf Überlegungen von Harry Pross und verfolgt drei Theoriestränge: die Theorie internationaler Regime, die politische Ökonomie und den Global Governance-Ansatz. In seiner Untersuchung unterscheidet er sieben Ebenen, auf denen Kommunikationspolitik stattfinden kann: die globale, die bi- und multilaterale, die großregionale, die nationale, die regionale, die kommunale und den „Alltag“ (worunter er die innerfamiliären Routinen und Regeln versteht). Untersuchen will er aber ausschließlich die globale und die multilaterale Medienpolitik.

Die Medien- und Kommunikationspolitik, die über den nationalen Rahmen hinausgeht, ist älter, als man vielleicht annimmt: Schon 1865 wurde der Internationale Telegraphen-Verein, (später International Telecommunication Union, ITU) gegründet, 1874 kam der Weltpostverein hinzu, und 1886 entstand die „Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst“. Nach dem Ersten Weltkrieg betrieb der Völkerbund Medienpolitik; als erstes gelang ihm 1923 ein Vertrag zur Bekämpfung obszöner Publikationen. 1927 fand eine Konferenz statt zur Frage, ob die Presse zum Frieden beitragen könne, und 1936 lag ein internationaler Rundfunkfriedenspakt vor, der dem Radio Kriegshetze und Aufstachelung zu Umstürzen in anderen Ländern verbot, es zu Richtigkeit und Sorgfalt anhielt und ihm einen Beitrag zur Völkerverständigung abverlangte. 23 Staaten unterzeichneten, nicht aber die faschistischen. Auch aus der Zivilgesellschaft heraus kam es zu internationalen Zusammenschlüssen: 1896 entstand die International Union of Press Associations, 1925 folgte die International Broadcasting Union (die heute in der European Broadcasting Union EBU fortlebt), und 1926 wurde die International Federation of Journalists aus der Taufe gehoben, die 1931 ein Ehrentribunal einsetzte und 1939 einen Ehrenkodex verabschiedete, auf dem all die Journalistenkodizes der Gegenwart basieren.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die von den Staaten vereinbarten Organisationen in die UNO integriert. Neu kam die UNESCO hinzu, die sich vor allem um den „free flow of communication“ vor dem Hintergrund des Nord-Süd-Konflikts kümmerte und im Gefolge des MacBride-Berichts von 1980 eine neue Weltinformations- und Kommunikationsordnung anstrebte. Medienpolitisch tätig wurde auch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die aus dem Helsinki-Prozess hervorgegangen war. Stärker ökonomisch und deregulierend orientiert griffen die OECD, die Weltbank, der Internationale Währungsfonds und die Welthandelsorganisation WTO in die Medienpolitik ein. Ihnen ging es vor allem um die Liberalisierung der Telekommunikationsmärkte. So unterscheidet der Autor drei Phasen der globalen Medien- und Kommunikationspolitik: Erstens jene der Entstehung und des Ausbaus (1900-1945), zweitens jene der Pluralisierung und Ausdifferenzierung (1945-1995) und drittens jene der Denationalisierung und Privatisierung von Autorität (seit 1995). Gerade das Internet wird stark von privaten Akteuren reguliert.

Auf der theoretischen Ebene differenziert Simon Berghofer vier kommunikationspolitische Perspektiven aus: 1) Die techno-funktionale Perspektive: Hier ist das Handeln eher administrativer Art und auf Effizienz ausgerichtet. 2) Die ökonomisch-liberale Perspektive: Diese gründet auf klassischen und neo-klassischen ökonomischen Prämissen und strebt nach Liberalisierung und Deregulierung. 3) Die kulturell-soziale Perspektive: Sie folgt einer normativen Orientierung, nämlich der kritischen politischen Ökonomie und will Kommunikation ermöglichen, aber auch Protektionismus ausüben. 4) Die Sicherheitsperspektive: Sie will Infrastrukturen sichern, auch um den Preis der Abschottung.

Berghofer hat offenbar Berge von Literatur durchgeackert, er kennt eigentlich alles, was zu diesem Themenbereich je publiziert worden ist. Er bietet einen umfassenden Überblick, der allerdings etwas sperrig und daher nicht leicht zu lesen ist. Eine Dissertation hat einen eigenen wissenschaftlichen Beitrag zu leisten. Den sucht man zunächst, denn über viele Seiten hinweg fasst das Buch zusammen, was schon anderswo gesagt worden ist, integriert es allerdings in einen gesamtheitlichen Kontext. Dann aber kommt die Eigenleistung: Die gründliche Untersuchung des Fallbeispiels ITU. Hier kann der Autor auf Originalquellen zurückgreifen, die er auswertet. Merkwürdig ist nur, dass er erstens diese Quellen im Anhang ebenfalls als Literatur aufführt und dass er zweitens bei der Beschreibung des Fallbeispiels über weite Strecken wiederum Sekundärliteratur zitiert und nur ganz selten die Quellen. Wer indes genau wissen will, in welchen Bereichen die Nationalstaaten Regulierungsautorität verloren haben und welche Akteure an globalen Regelungen beteiligt sind, liest das Buch mit Gewinn.

The Eyewitness Texture of Conflict: Contributions of Amateur Videos in News Coverage of the Arab Spring

Michael Lithgow & Michèle Martin | PDF-Fulltext

Abstract: Our paper uses the events of the Arab Spring to examine amateur videos as a discourse of conflict produced by untrained and unpaid individuals, often at great personal risk, and which is taken up by, and incorporated into, news outcomes by professional news networks. The different semiotic elements comprising amateur images used in news coverage create what we call an “eyewitness texture” that reflects not only the generally low quality technologies in use and non-professional camera skills, but the sensibilities of a public desire for proximity and immediacy, which is sometimes utilised by news organisations as a means to authenticate their coverage with affective and narrative features.
The corpus of our study includes the amateur footage used in news coverage of Tunisia, Egypt and Libya during the first 100 days of the Arab Spring uprisings (December 17th 2010 to March 31st 2011) by France 24 and the Canadian Broadcasting Corporation (CBC). Our paper uses a multi-pronged discourse analysis to reveal a range of priorities at work in the selection and use of amateur images. We notice that the inclusion of the eyewitness textures of amateur produced images in some cases implied meanings that tied news narratives to larger and largely ideological forms of discursive significance.

“Germany’s Victory over Brazil was like the Blitzkrieg”: The Sport-Politics Nexus in Israel During the 2014 World Cup

Tal Samuel-Azran, Yair Galily, Amit Lavie-Dinur & Yuval Karniel | PDF-Fulltext

Abstract: Various voices assert that the sport-politics nexus that characterized international sport events during the Cold War era is irrelevant in the current age of globalization. This study examines the validity of this argument via a case study of Jewish-Israelis’ fandom tendencies during the 2014 World Cup. A survey conducted during the World Cup games among a representative sample of the Jewish-Israeli population revealed that the Dutch team, whose popularity in Israel has been attributed to the Netherland’s perceived support of Jews during the Holocaust, was the most supported team. The teams most rooted against were Iran, Germany, and Algeria, indicating the potential role of the Holocaust and contemporary Jewish-Islamic relations on fandom tendencies. To better understand the animosity towards the German team, which is surprising in light of current improved Israel-Germany relations and the strength of the German team, we analyzed user comments on Israel’s main online newspaper following the German team’s glorious 7-1 victory against Brazil. The analysis revealed that 51 of the 287 user comments made direct or indirect references to the Holocaust, further highlighting the centrality of nationalism in contemporary sport fandom.

Investigating Malaise and Mobilization Effects of Media Use on European Identity before and after the Eurozone Crisis

Waqas Ejaz |PDF-Fulltext

Abstract: Research on European integration posits that people support and identify with the European Union (EU) by considering its economic benefits. Thus, it is argued that people’s sense of identity and their degree of political support for the EU can be explained by estimating the economic prosperity it yields. However, the current paper illustrates that in addition to utilitarian factors, media use can also explain political support for the EU. Thus, to examine this relationship between political support and the media, the study uses the political support framework by David Easton along with the theoretical underpinnings of the media malaise and media mobilization effects. The empirical analysis is conducted on the basis of secondary data obtained through Eurobarometer surveys. Furthermore, to test if the economic factors are a strong predictor of political support, the study assumes that the recent Eurozone crisis has caused a sharp decline in political support. Therefore, it investigates the role of different economic factors and media on political support before and after the crisis. The results indicate that consuming information from the television (TV) does not lead to malaise but rather, that it has a mobilization effect. Furthermore, the results reveal that the respondents’ informed-ness and their TV usage for getting information predict political support better than the economic indicators.

Rezension: Voice of the Muslim Brotherhood. Da’wa, Discourse, and Political Communication

Mellor, Noha (2018): Voice of the Muslim Brotherhood. Da’wa, Discourse, and Political Communication. London and New York: Routledge. 240 pages. ISBN 9781138078659.

Carola Richter, Berlin
Voice of the MB

The current political polarization in Egypt has also its effects on academia. It seems as if everyone feels the need to take sides when interpreting the events in the country, even scholars. Since 2013, the public discussion of issues and topics that are considered sensitive – which is somehow everything related to politics, media, military and culture – has often resulted in heated controversy. The polarization reaches its climax when it comes to the Muslim Brotherhood – a movement that had won the first democratic parliamentary and presidential elections after the fall of Mubarak in 2012 and thus governed Egypt for one year before being ousted by a military coup (as some see it) or a new people’s revolution (as others see it) in July 2013. In the aftermath, on the one hand, Western observers often condemned the coup without necessarily praising the Muslim Brotherhood’s rule. On the other hand, secular-oriented Egyptian scholars seemed to be very relieved about the end of what they interpreted as an Islamist threat to the country. Thus, the Muslim Brotherhood has provoked scholarship that is often as biased as the Egyptian public opinion about it.

In her recent book, Noha Mellor, a professor of media at the Universities of Bedfordshire and Stockholm and of Egyptian origin, sets out to trace the political discourse of the Muslim Brotherhood (MB) since its foundation in 1928 and to analyze its strategic communication tools. Although there had been several attempts to do this before (in German: Richter 2011, in English: Munson 2001, Breuer 2014), this book is indeed the most comprehensive compilation. While the first half of the book provides a conceptual understanding of the MB, its vast network and its media, the latter half is divided into six chronological chapters, such as “1928-1938 Branding the movement” or “1996-2010 Soul-searching stage,” in which she describes in detail the development of the MB’s discourses and communication in the context of specific political circumstances. Thus, the book should provide a valuable source for those who want to know more about the history of the MB’s political communication. However, what limits the validity of the book are its specific ideological perspective and its methodological approach. Mellor relies mostly on secondary literature to reconstruct the development of the MB’s political communication. In her own text, she then tends to reproduce only those parts of the literature that fit into her distinctive perspective of the MB. This somewhat arbitrary selection of topics and arguments supports the impression of a rather biased portrayal of the Muslim Brotherhood. In addition, she also investigates the content of selected MB media, but there is no transparency of why she chose respective articles to take quotes from and not others. Surprisingly, she has not carried out one single interview with a MB member although there would have been plenty of people available to shed light on the developments, in particular in the 1990s and 2000s.

Mellor describes the MB as an “interpretive community” (p. 5) and applies a theoretical social movement-approach that helps to make a distinction between their inward communication to ensure a collective identity and their outward communication to attract followers. She explains that the MB seized political opportunities to build an (international) network that is characterized by a clear hierarchy. Accordingly, political opportunities and available resources shape the discourses employed by the MB. This perspective is typical of the literature investigating the MB in the past decade, such as Wickham, Munson or Richter. Obviously, the MB has from the very beginning succeeded in creating a unique way of communicating through rituals and stories in order to form a collective identity. Mellor’s description is helpful in understanding how internal cohesion was generated. But how did this translate into strategic external communication? Mellor rightly points out that “MB activities cross over several fields (political, religious, social, and even economic)” (p. 7). It is clear that such diverse activities also need an adaptation of discourses and themes by the MB, thus not in every field the same strategies and themes can be applied.

Mellor, however, argues that the MB mainly positioned themselves as fighters against the West or Western influences, thus building a discursive wall against the alleged intruders – and that this discourse was constitutive of all their various activities (p. 210). This actually fails to reflect the heterogeneity of the MB and its adaptability to different circumstances. The author excludes a variety of other narratives that were actually adopted by the MB and helped them become a successful political and social actor in Egypt. In particular in her review of the periods of 1996-2010 and 2011-2013 she excludes several crucial aspects, such as the “Knocking on doors” initiative in which the MB discussed their draft political program with societal opinion leaders in 2007 as well as their attempts to reach out to different kinds of societal groups such as workers or peasants. Very surprisingly, we find not one word about the Rabi’a Massacre in August 2013, in which hundreds of MB members were killed by the military, and likewise none about the extremely important discursive struggle before and after this date.

The selectiveness of what is included and not included in the portrayal of this movement is indeed problematic and thus portrays the MB as resembling the Islamic State or other radical Salafists, which it is definitely not. It thus fails to give credit to the political significance of the MB, in particular to the fact that it at several stages helped to pluralize the political discourse in Egypt – well beyond the religious lines of argumentation.

Those who know how to read this book against the background of the highly polarized opinions about the MB among Egyptians can still find interesting details in Mellor’s interpretation. Those who seek to read a more objective portrayal of the MB’s communicative strategies should look elsewhere.

 

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